{"id":962,"date":"2017-09-05T21:39:57","date_gmt":"2017-09-05T19:39:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rhizom.de\/wandern\/?p=962"},"modified":"2020-03-19T11:48:12","modified_gmt":"2020-03-19T10:48:12","slug":"der-weisse-muell","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.rhizom.de\/wandern\/2017\/09\/05\/der-weisse-muell\/","title":{"rendered":"Der wei\u00dfe M\u00fcll"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.rhizom.de\/wandern\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/20170101_Moos.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-612\" src=\"http:\/\/www.rhizom.de\/wandern\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Moos.jpg\" alt=\"Moos gegen wei\u00dfen M\u00fcll\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a>Nein: DAS ist nicht giftig, sondern <strong>erstes Mittel gegen den wei\u00dfen M\u00fcll<\/strong> in der Natur! Ohne Datum: immer g\u00fcltig!<br \/>\n\u00d6tzi, der vor 5.200 Jahren in den Alpen starb, hatte sechs verschiedene Moose in seinen Verdauungsorganen. Gegessen hat der Steinzeitmensch das nicht, benutzte es aber vielleicht als Brotb\u00fcchse. Inuit- und Indianerv\u00f6lker fertigten Babywindeln (heutzutage gibt es solche \u00d6kowindeln) und Salben aus Moosen, da sie saugkr\u00e4ftig sind, antibakteriell und antimikrobiell wirken. Die chemischen Abwehrstoffe halten Pilze, Bakterien, Schnecken und Schadinsekten fern. Die wurzellosen Moose k\u00f6nnen Schwermetalle wie Cadmium, Blei, Kupfer und sogar Arsen oder radioaktive Substanzen aus der Luft aufnehmen und reduzieren. In der Europ\u00e4ischen Union dienen Moose daher zum \u00dcberwachen von Schadstoffen in Luft und Gew\u00e4ssern. In Kriegen nutzten Lazarett\u00e4rzte Wundkompressen aus Torfmoosen.<br \/>\n\u00dcberreste eines Mooses wurden im Darmausgang einer bronzezeitlichen Gletscherleiche aus Nordamerika gefunden. Damit kommen wir auf den Aspekt, der jeden Wanderer \u00fcber die Schlafst\u00e4tte &#8220;Moos&#8221; hinaus interessieren sollte:<br \/>\nTaschent\u00fccher und Klopapier, gleich welcher Art, m\u00fcssen und k\u00f6nnen tabu sein in der Natur!<br \/>\nFreilich sind die moorbildenden Torfmoose als wichtige Kohlendioxid-Speicher stark gef\u00e4hrdet. Wer nur f\u00fcr seinen Hintern Moose rupft, heizt jedoch nicht den Klimawandel an.<br \/>\nWoher ich das wei\u00df? Seit meiner Kindheit in den 50er Jahren. Bl\u00e4tter und Moos waren in der Natur luxuri\u00f6se Abwechslung zu dem \u00fcblichen, geschnittenen Zeitungspapier. Und zumindest die Verbandsart war nach zwei schrecklichen Weltkriegen kein Geheimnis.<\/p>\n<figure id=\"attachment_16367\" aria-describedby=\"caption-attachment-16367\" style=\"width: 1014px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.rhizom.de\/wandern\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/hygiene-ideal.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-16367\" title=\"Ideal: sauber abzuheben und gro\u00dffl\u00e4chig zusammenzuklappen\" src=\"http:\/\/www.rhizom.de\/wandern\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/hygiene-ideal.jpg\" alt=\"Ideal: sauber abzuheben und gro\u00dffl\u00e4chig zusammenzuklappen\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"http:\/\/www.rhizom.de\/wandern\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/hygiene-ideal.jpg 1024w, http:\/\/www.rhizom.de\/wandern\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/hygiene-ideal-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.rhizom.de\/wandern\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/hygiene-ideal-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-16367\" class=\"wp-caption-text\">Ideal: sauber abzuheben und gro\u00dffl\u00e4chig zusammenzuklappen<\/figcaption><\/figure>\n<p>19. M\u00e4rz 2020, aus aktuellem Coronavirus-Klopapier-Engpass: zu Haus mit Schlauch und Wasser. Die franz\u00f6sische Bidet-Kultur l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nein: DAS ist nicht giftig, sondern erstes Mittel gegen den wei\u00dfen M\u00fcll in der Natur! Ohne Datum: immer g\u00fcltig! \u00d6tzi, der vor 5.200 Jahren in den Alpen starb, hatte sechs verschiedene Moose in seinen Verdauungsorganen. Gegessen hat der Steinzeitmensch das nicht, benutzte es aber vielleicht als Brotb\u00fcchse. 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