Das Ende der Eiszeit

oder der Klang vom “Großen Tauen” in den vorerzgebirgischen Flusstälern

Exkurs zu den Wanderungen mit Wolfgang Pagel/WSV Rotation Berlin am 10. und 11. März unter dem Motto “Frühlingserwachen im Sternmühlental”

Der Schwarzbach im Sternmühlental
Der Schwarzbach im Sternmühlental
Der Fluss - aber welcher?
Der Fluss – aber welcher?
Flöha
Die Flöha von weit oben
Dünnes Eis im Ort
Abfluss im Ort

Nachdem von Frühlingserwachen wenig zu merken ist, nun wenigstens das “Ende der Eiszeit” in den tief eingeschnittenen Flusstälern von Zschopau, Schwarzbach, Großer Lößnitz und Flöha. Die kleinen Zuflüsse von den Bergen verharren noch völlig vereist mitten im Lauf. Doch schon mit einem Aufblitzen unter den Sonnenstrahlen formen sich die kantigen Schneekristalle leise zu Wassertröpfchen. Kostbarkeiten, die von Licht, Luft und Erde sofort aufgesaugt werden.
Und an steilen Hängen schleuderte Wasser irgendwann kurzzeitig, aber wuchtig über die Felsen und estarrte zu mächtigen, zusammengebackenen Eiszapfen. Weit und breit kein Schneerest mehr, nur diese Zapfen weichen langsam wässrig-grau auf und sickern unmerklich in das ringsum kältetrockene Laub.

Sonnenstrahlen
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Das gefrorene Bächlein
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Wirr geflossen
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Überschwemmt
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Die Wellen des Baches
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Bach
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Tauende Zapfen
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Zapfenbuckel
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Das bis zu seiner Verwandlung blendend weiße Eis, das sich in Töne von Plätschern und Rauschen auflöst – das bleibt unvergesslich. Schwarze Bäche schießen dann durchs Eis und brechen die zarten Spitzen der gefrorenen Ränder, werden wieder zum Fluss. Letzte zackige Eisschollen oder dünnes Spiegelglas schwimmen langsam davon bis sich wieder eine schneeweiße Fläche von Ufer zu Ufer ausbreitet. In den geöffneten Schlünden zwischen dem Schnee, schwarz wie die Pforten zur Unterwelt, hat das heitere Mittagsblau  keine Chance.

Kanaleis
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Schwimmende Schollen
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Geballt um die Wasserlöcher
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Tiefschwarze Wasserlöcher
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Srömend
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Rauschend
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Eiszeit
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Gewundener Pfad
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Das große Tauen im Flöhatal
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Aus dem Eis entstehender Fluss
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Schnell fließend
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Doch dort, wo es nahe an den Fluss geht und genau zu sehen ist, wie das Wasser seinen Weg stürmisch bahnt, wird die Lust wach, mit dem Strom in seiner rasenden Schnelligkeit vorwärts zu treiben. Das waren auch die Natur-Kraft-Wege der frühen Menschen als jedes Land weitaus gefährlicher war. Kraftproben. Das Ende der Eiszeit. Verwandlung. Das kann Frühling bedeuten, aber auch den Beginn eines leichtsinnigen Verlustes der innigen Beziehung zu diesem Urelement (ihr wisst schon: alles was so im Meer landet…).

Zu diesem Exkurs gehören die Wanderungen:
Rund um die Krone des Erzgebirges
und der Exkurs
Das Liebesleben der Natur

Die Bilder werden natürlich mit Mausklick in Extrafenster vergrößert. Und echten Klang gibt es zwar bei mir als mp4, aber ich fürchte (ohne Erfahrung) mit der Datenmenge den Blog zu verlangsamen.